Humoristisches Velodrom
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- ab ca.1901: Inhaber: Eduard Pirzer (München)[1]
- ab ca. 1908: Inhaber: Hermann Kretschmar (München)[2]
"Eine für Radfahrer und Publikum äußerst interessante Neuheit in Fahrrädern D.R.P., zu besichtigen, ja selbst zu probieren, ist auf dem Volksfest Gelegenheit geboten in dem Humoristischem Velodrom von Eduard Pirzer, Fahrradfabrikant in München. Die dort ausgestellten und dem Publikum zur Benützung überlassenen Fahrräder unterscheiden sich von den sonst üblichen Vehikeln dadurch, daß die Naben, die Achse nicht im Mittelpunkt des Rades angebracht ist, sondern seitwärts und dadurch beim einmaligen Umdrehen des Rades keine kreisrunde Bewegung erfolgt, sondern eine zweimalige halbe ungleiche Umdrehung vor sich geht, die ein Schaukeln hervorruft und dem Fahrer die Täuschung erweckt, er fahre durch einen Graben oder bergauf, obgleich er auf ebener Fläche dahinfährt. Auch auf den Zuschauer wirken diese Teufelsräder unwillkürlich komisch. Jeder Radfahrer kann trotzdem auf diesen Rädern, es sind Damen- und Herrenräder vorhanden, sogar ein Hochrad, ohne Mühe oder Anstrengung fahren, und es ist der Mühe werth, sich mit dieser interessanten Erfindung vertraut zu machen."[3]
Quellen:
- Hochspringen ↑ Peter Ullein: Eduard Pirzer, Nürnberg 2017
- Hochspringen ↑ Peter Ullein: Eduard Pirzer, Nürnberg 2017
- Hochspringen ↑ Fränkischer Kurier, 24.08.1901, 431, S.3, Sportzeitung